Freiwilligendienst: Die Generation 2008/2009

Die Freiwilligen, die seit Mitte des Jahres 2008 in den Projekten in Chile arbeiten, stellen sich kurz vor:

  • Louisa (18) aus Essen

    Hallo, ich heiße Louisa Kamrath, bin 18 Jahre alt und komme aus Essen. Zurzeit mache ich mein Abitur und genieße die Freiheit nicht mehr zur Schule zu gehen. Nach den 13 Jahren Schule freue ich mich, ab Ende Juli in Chile praktisch zu arbeiten und meine Zeit sinnvoll zu nutzen. In meiner Freizeit beschäftige ich mich viel mit Kunst, das heißt ich male und zeichne sehr gerne und viel. Ich nähe und unternehme viel mit Freunden.Ich würde mich als offenen, freundlichen und kreativen Menschen bezeichnen.

    Besonders freue ich mich darauf, in die Kultur einzutauchen, neue Menschen kennen zu lernen und mich vielleicht irgendwann als einen Teil von ihnen zu betrachten. Mit den Kindern in Chile möchte ich gerne einige Projekte zum Beispiel im Bereich Kunst oder Sport umsetzten und einfach mit ihnen den Alltag meistern. Da meine Spanischkenntnisse sich auf drei Jahre Schulspanisch beschränken, denke ich dass die Sprache für mich, zumindest in den ersten Monaten, das größte Hindernis sein wird.

    In Chile warten sowohl schöne als mit Sicherheit auch schwierige Erfahrungen und ich kann es kaum erwarten, im Flieger zu sitzen und diese auf mich zukommen zu lassen.

  • Jakob (19) aus Essen

    Ich heiße Jakob Hömberg. Mich selbst schätze ich als weltoffene, freundliche und hilfsbereite Person ein. Freunde, Ausgehen, Musik, Kinos und Reisen sind sehr wichtige Bestandteile meiner Freizeit. Sportlich bin ich auch: Ich rudere und jogge regelmäßig. Ich fahre gerne Fahrrad und arbeite im Garten- und Landschaftsbau, nicht zuletzt um Geld zu verdienen. Einige Jahre habe ich Gitarre gespielt. Gerne konfiguriere und repariere ich Computer. Lieber als zuviel fürs Abi zu lernen, lese ich und bereite mich auf meinen freiwilligen Friedensdienst in Chile vor.

    Ich hoffe, in Chile möglichst viele meiner Interessen und Fähigkeiten in die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen einbringen zu können und bin schon sehr gespannt auf das kommende Jahr…

    Warum Chile? Die elfte Klasse verbrachte ich in Santa Cruz (Bolivien) und konnte mich so mit der spanischen Sprache und einer fremden Kultur vertrauter machen. Von Bolivien aus reiste ich für drei Wochen nach Chile. Viele meiner Verwandten leben und arbeiten in Lateinamerika und weckten schon damals Neugier in mir. Jetzt wünsche ich mir, erneut längere Zeit in Südamerika zu verbringen und mich dort sozial zu engagieren. FIFAr und seine Projektpartner vor Ort scheinen mir hierfür die perfekte Grundlage und bieten mir die nötige Unterstützung.

  • Rubén (19) aus Oberhausen

    Hallo, mein Name ist Rubén Fernández und ich bin 19 Jahre alt. Ich komme aus Oberhausen und mache gerade mein Abitur zu Ende. Ich interessiere mich sehr für Musik. Zum einen höre ich sehr gerne Musik, zum anderen spiele ich auch selber Gitarre und hoffe diese Fertigkeit bei der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen einsetzen zu können. Ich verbringe gerne Zeit draußen, beim Fußball spielen mit Freunden oder einfach beim Fahrrad fahren durch Wald und Park. Besonders jetzt wo es warm wird, genieße ich noch einmal die warmen Tage, ehe ich in den Winter nach Chile fliege. Ebenfalls interessiere ich mich für Kunst und gehe gerne ins Kino oder besuche das Theater.

    Ich lerne gerne neue Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt kennen. Zum Beispiel habe ich im letzten Sommer eine Interrail-Tour durch Frankreich und Spanien gemacht und dabei viele verschiedene Leute kennen gelernt mit denen ich auch heute noch in Kontakt stehe.

    Lateinamerika empfand ich schon seit langem als sehr interessant, da mir zum einen durch Freunde und Verwandte viel darüber berichtet wurde, aber ich mich auch selber, zum Beispiel über politische Ereignisse informiert habe. Besonders Chile ist für mich mit seiner politischen Vergangenheit, und wie heutzutage damit umgegangen wird, interessant. Seit 2 Jahren gehe ich auch regelmäßig zu Konzerten von Bands, die aus Lateinamerika nach Deutschland kommen und dadurch hat sich der Wunsch einmal nach Lateinamerika zu reisen noch verstärkt. Außerdem liegt mir die spanische Sprache, dadurch das ich jedes Jahr Verwandte in Spanien besuche. Dennoch hoffe ich diese Kenntnisse durch das Jahr in Chile weiter verbessern zu können.

  • Marie (19) aus Berlin

    Hallo, ich heiße Marie Berger (19) und komme aus Berlin. Meine Freizeit verbringe ich gerne im Grünen, mit Tanzen (Flamenco) und Familie und Freunden. Außerdem spiele ich Gitarre/ Sax, male und verreise sehr gerne. Deswegen freue ich mich schon auf die etwas längere Reise nach Chile und bin gespannt, was uns dort alles erwarten wird.

    Das Land und die Sprache sind mir nicht besonders fremd, da mein Vater Chilene ist und wir unsere Familie dort (in Santiago) früher mehrmals besucht haben. Die Erinnerungen daran sind jedoch schon stark verblasst. Es kann deshalb sein, dass ich Chile und seine Menschen bald noch mal neu kennen lernen werde, aber auch dem näher kommen werde, was mir schon vertraut ist wie lateinamerikanischer Musik, die für mich immer schon sehr wichtig war.

    Vor allem freue ich mich auf die Arbeit im Projekt der Divina Providencia und darauf, mit den Mädchen ihren Alltag dort abwechslungsreich zu gestalten. Ich hoffe, sie im musikalischen und künstlerischen Bereich in Spielen o. ä. für anstehende Aufgaben oder einfach zum Spaß motivieren zu können.

    Zwar kann ich es kaum erwarten, mich nach der langen Schulzeit bald in Chile ganz neu orientieren zu müssen, gleichzeitig will ich die sommerliche Zeit in Berlin noch so gut es geht nutzen. Schließlich wurden wir mental schon auf den hartnäckigen, chilenischen Winter vorbereitet.

  • Christoph (20) aus Hamburg

    Moin moin, ich bin Christoph, das Nordlicht der Truppe, ein Hamburger Jung. Mit inzwischen bald 20 Jahren habe ich jetzt 13 Jahre die Schulbank gedrückt, eins davon in Panama. Mich jetzt direkt noch mal für ein paar Jahre der Paukerei zu verpflichten kommt in Anbetracht der Möglichkeit eine Jahr in einem chilenischen Kinderheim mit zu arbeiten überhaupt nicht in Frage (wäre aufgrund der Wehrdienstpflicht sowieso nicht möglich...).

    Ich möchte endlich etwas Konkretes anpacken, sehen was ich kann und Erfahrungen sammeln. Trotzdem ist meine Motivation natürlich nicht ausschließlich egoistischer Natur: Ich hoffe mit der Arbeit im Kinderheim den Jugendlichen bzw. Kindern bei dem Umgang mit teilweise grausamen Erfahrungen, schweren Schicksalen und dem Aufbau einer Perspektive für die Zukunft helfen zu können. Ich denke, dass wir, die in verhältnismäßig behütete Verhältnisse hineingeboren wurden, eine Verantwortung gegenüber denjenigen tragen, die weniger Glück hatten.

    Solch ein sozialer Dienst wird rund um den Globus und nicht zuletzt auch vor der eigene Haustür benötigt, doch mich reizt seit geraumer Zeit vor allem der lateinamerikanische Raum. Während meines Auslandsjahres in Panama ist diese Begeisterung nur weiter gewachsen. Mir gefällt die insgesamt deutlich positivere Grundstimmung, die Offenheit der Menschen und die vielfältige Landschaft. In Panama habe ich auch gelernt fließend Spanisch zu sprechen, was mir hoffentlich, zusammen mit einigen Erfahrungen in der Jugendarbeit, bei meiner Tätigkeit in Chile helfen wird. In meiner Freizeit bin ich häufig unterwegs, lese und mache viel Sport. Ich hoffe, dass es mir möglich sein wird in diesem Rahmen Aktivitäten mit den Jugendlichen durchzuführen. Z.B. würde ich gerne Ausflüge oder Sportturniere durchführen. Ich bin ein unternehmungslustiger, offener und umgänglicher Mensch uns habe große Lust loszulegen!

  • Johannes (20) aus Welver

    Hallo, mein Name ist Johannes Pawke, ich bin 20 Jahre alt und komme aus Welver. Momentan stecke ich in der Endphase meines Abiturs. Das heißt aber nicht, dass ich meine Freizeit ganz vernachlässige. So spiele ich, wenn es das Wetter zu lässt und gerade mal keine Prüfung ansteht, so oft es geht Fußball oder Tennis mit meinen Freunden. Neben diesen Sportarten kann ich mich für viele weitere sportliche Aktivitäten begeistern - vor allem dann, wenn sie in Verbindung mit meinem Hobby Reisen stehen.

    Nach 13 Jahren Schule sehe ich die Zeit für ein neues Abenteuer gekommen, bevor ein langjähriges Studium (wahrscheinlich Sonderpädagogik) ansteht. Wie es in einem Lied auch heißt: „Wenn nicht jetzt, wann dann“. Ich freue mich darauf, mit jungen Menschen zusammen arbeiten zu können, und so ein Teil des Prozesses zu sein, der diesen jungen Menschen eine Perspektive gibt. Trotz einiger Jahre Spanisch-Unterricht an der Schule sind sprachliche Probleme sicherlich vorprogrammiert, aber ich bin zuversichtlich, dass sich diese vor Ort schnell lösen werden.

    Ich freue mich von Tag zu Tag mehr auf die Ausreise und die Zeit in Chile!

© ct 2008