Derzeit sechs Freiwillige arbeiten in einer ganzen Reihe von unterschiedlicher Projekte in San Felipe im Valle de Aconcagua. Die vier männlichen und zwei weiblichen Freiwilligen konzentrieren sich dabei jeweils auf ein Hauptprojekt und arbeiten darüber hinaus in ein bis zwei weiteren Projekten mit:
Die männlichen Freiwiligen sind ein wichtiger Bestandteil des Alltags der Casa Walter Zielke in San Felipe. Sie stellen für die Jungen wichtige Ansprechpartner dar, gestalten mit Ihnen die Freizeit, helfen bei Schulaufgaben oder geben Nachhilfe, Deutsch- oder Gitarrenkurse, backen Brot und achten auf die Ordnung in Küche und Aufenthaltsräumen und müssen gelegentlich auch mal etwas reparieren. Vor allem aber konfrontieren sie die Jungen des Heims mit einer anderen, meist selbstständigeren Art ihr Leben zu gestalten als sie es gewohnt sind.
Zwei weibliche Freiwillige unterstützen die Betreuerinnen im Mädchenheim "Buen Pastor" (Der gute Hirte) bei ihrer Arbeit. Dort leben Mädchen im Alter von vier bis 18 Jahren und das Heim wird von katholischen Nonnen geleitet. Es ist ein alter dreigliedriger Gebäudekomplex mit einer Kirche als Mittelpunkt und umgeben von hohen Mauern. Ein größerer Teil der Gebäude dient den Nonnen als Unterkunft ein weiterer Teil dient als Unterkunft für die Mädchen. Die Mädchen selbst sind in drei Altersgruppen geteilt; vier bis zehn, zehn bis vierzehn und vierzehn bis achtzehn Jahre. Die eigentliche Betreuungs - und Erziehungsarbeit wird von Erzieherinnen (Tias) und nicht von den Nonnen geleistet. Das Buen Pastor ist das sog. Hauptprojekt der weiblichen Freiwilligen. Hier geht es um die Unterstützung der Erzieherinnen bei der Arbeit, Freizeitgestaltung, Betreuung von einzelnen Kindern, Besuche beim Arzt, Hilfe bei der Essenszubereitung.
Im Jungenheim Pablo VI., ebenfalls in San Felipe, im Stadtteil Almendral unterstützen die Freiwilligen die Erzieher und Erzieherinnen des Heims bei der Betreuung der 3 bis 18 jährigen Jungen und bieten sportliche oder musikalische Aktivitäten oder auch Computerkurse an.
Die Babykrippe (Sala Cuna) „Los Pingüinitos ( kleine Pinguine) ist eine Einrichtung für junge-alleinstehende Mütter, in der Regel minderjährig, in der die jungen Mütter ihre Kinder abgeben können, während sie in der Schule sind. Daher liegt die Krippe direkt neben der Mädchenschule „Liceo de Niñas“. Auch hier gibt es eine Gruppenaufteilung der Kinder nach Alter; bis zu einem Jahr und zwischen einem und zwei Jahren. Die weiblichen Freiwilligen unterstützen die Erzieherinnen bei der Arbeit, beim Spiel, beim Essen zubereiten.

Das Centro Comunitario in der Villa Industrial ist eine Art Kinder-und Jugendfreizeithaus im Armenviertel von San Felipe; angeleitet von einer Sozialarbeiterin. Es bietet jeden Tag zwanzig bis dreißig Kindern und Jugendlichen aus dem Viertel nach der Schule einen Treffpunkt, wo Hausaufgaben gemacht werden und Spielangebote. Zusätzlich gibt es für die Kinder ein Stück Brot, Pizza, Pfannkuchen und einen Becher Kakao. Männliche wie weibliche Fifar-Freiwillige arbeiten hier in der Woche jeweils 4 bis 6 Stunden im Centro. Sie helfen bei den Hausaufgaben, beim Kochen udn Backen und natürlich beim Spielen.
Das Liceo San Felipe ist eine der ärmsten Schule des Landes. Die Schüler kommen vor allem aus den westlichen, ärmeren Stadtgebieten von San Felipe. Die Freiwilligen arbeiten im an die Schule angeschlossenen Vorschulbereich mit Kindern von vier bis fünf Jahren. Die Kinder werden von Erzieherinnen auf die Schule vorbereitet. Die Tage sind in Unterricht und Freizeit gegliedert und es gibt ein warmes Mittagessen. Die Freiwilligen unterstützen die Erzieherinnen; Vorlesen, basteln, den Lernschwächeren helfen und natürlich spielen.
Der Hogar de Cristo ist eine Altentagesstätte eine Art offenes Heim für ältere Leute- vorwiegend Männer, die entweder dort wohnen, über Nacht dort schlafen oder nur zum Essen vorbeikommen. Es ist kein reguläres Freiwilligenprojekt, die Arbeit dort geschieht auf völlig freiwilliger Basis und je nach Neigung einzelner Freiwilliger. Oft ist es für Freiwillige eine gute Möglichkeit die Sprachkenntnisse zu erweitern und den Alltag der Alten mit Gesprächen und Spielen – Domino- anzureichern.
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